In immer mehr Firmenbetrugsfällen setzen die Kriminellen künstliche Intelligenz ein, um
Sicherheitsmechanismen zu umgehen. So hilft KI etwa bei der Identifizierung potenzieller, leicht
erreichbarer Opfer und bei der glaubwürdigeren Gestaltung von Hacking- und Phishing-Mails.
Auf diese Weise gelangen die Betrüger an geschützte Daten oder veranlassen – scheinbar im
Namen von Vorgesetzten – Zahlungen auf ihre Konten.
Wie die deutschen Kreditversicherer berichten, treibt dieses Vorgehen die Schadensvolumina in
der Vertrauensschadenversicherung nach oben. Gemäß einer vorläufigen Hochrechnung dürfte
die Gesamtsumme für 2025 über 200 Millionen Euro betragen, ein Plus von rund 20 Prozent
gegenüber dem Vorjahr. Da nur die versicherten Fälle erfasst werden, ist das tatsächliche
Schadensausmaß wesentlich größer.
Die Kreditversicherer empfehlen den Unternehmen daher dringend, wachsam zu sein und ihre
Sicherheitsvorkehrungen zu optimieren. Dazu gehören nicht nur technische und
organisatorische Schutzmaßnahmen, sondern auch regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter, um
sie für die sich wandelnden Risiken zu sensibilisieren.
